Woulgan – aktiviert die Wundheilung

Der „Turbobeschleuniger“ für die Wundheilung

Schwer heilende oder sogar stagnierende Wunden sind eine Herausforderung für jeden Arzt und für das fachlich ausgebildete Pflegepersonal.

Trotz professionell durchgeführter und an die Grunderkrankung angepasster Therapiemaßnahmen unter Ausschluss von Komplikationen wie z.B. einer hohen Keimbelastung, einer Infektion, der Bildung von Biofilm oder dem Verlust der Feuchtigkeitsregulierung will eine Wunde nicht heilen. Die hohe Belastung für den Patienten und die verstärkte Einbindung der klinischen Ressourcen sind vorprogrammiert.

Von den rund 2 Millionen chronischen Wunden in Deutschland sind 15-20% stagnierende Wunden. Definiert wird eine Stagnation des Heilungsprozesses, wenn z.B. die Größe eines diabetischen Fußulkus in 4 Wochen nicht um 50% reduziert ist. Denn es besteht erwiesenermaßen ein hohes Risiko, dass die Wunde in 12 Wochen nicht heilt – Studien sprechen hier von einem 91%-Risiko1. Im Falle der venösen Beinulzera weist eine Wundheilung unter 40% nach 4 Wochen auf einen stagnierenden Heilungsprozess hin2. Einer der Gründe für die verzögerte oder gar stagnierende Wundheilung kann die mangelhafte Makrophagen-Aktivität sein3.

„Es geht nichts vorwärts und nichts rückwärts“, berichten die Praktiker. „Und nur sehr wenige Produkte richten sich ausdrücklich auf eine Verbesserung der stagnierenden Wunden aus“.

Eines dieser Produkte ist Woulgan, ein hochwirksames bioaktives Beta-Glucan Gel von der norwegischen Firma Biotec in Tromsø, bekannt aus der Herstellung hochreiner Enzyme. Dort wurde festgestellt, dass die lösliche Form der Beta-Glucane sicher und wirksam bei der Wundbehandlung eingesetzt werden kann.

 

Die Bedeutung von Beta-Glucan in der Wundheilung

Im normalen Wundheilungsprozess spielen Makrophagen eine Schlüsselrolle. Sie bekämpfen Bakterien, bauen nekrotisches Gewebe ab, aktivieren die Fibroblasten zur Wundkontraktion und setzen wichtige Signale frei, um weitere Moleküle zur Produktion von Zytokinen und Wachstumsfaktoren für die Zellproliferation zu stimulieren4,5. Demnach koordinieren Makrophagen die verschiedenen Phasen der Wundheilung.

Wissenschaftliche Untersuchungen6 haben ergeben, dass Beta-1,3/1,6-Glucan einer der effektivsten natürlichen Immunmodulatoren zur Stimulierung der Aktivität der Makrophagen ist. Es ist eine Verbindung von mehreren Glucose-Molekülen, die in den Zellwänden von Pilzen und Pflanzen vorkommt. Die größte Wirksamkeit zeigt das Beta-Glucan aus den Zellwänden von Bäckerhefe.

 

Die Wirkung von Woulgan mit dem löslichen Beta-Glucan (SBG)

Woulgan ist ein steriles, homogenes, klares bis leicht trübes, viskoses, bioktives Gel, frei von Konservierungsstoffen. Es ist ein charakteristisches Hydrogel, das für ein optimales feuchtes Wundmilieu sorgt, das nekrotische Gewebe rehydriert und das autolytische Debridement unterstützt. Des Weiteren hat es einen leicht sauren pH-Wert von ca. 6, was die Wundheilung zusätzlich fördert. Denn in einem sauren Wundmilieu wird nicht nur das Wachstum von Krankheitserregern in der Wunde vermindert, sondern die überhöhte Protease-Aktivität blockiert und somit der Abbau von neugebildetem Gewebe verhindert.

Das Besondere an Woulgan ist jedoch sein Wirkstoff, das lösliche Beta-Glucan aus Hefe (Soluble Beta-Glucan = SBG), in einer einzigartigen Formulierung mit Wasser, Glycerin und Carboxymethylcellulose (CMC). Es erhöht nicht nur die Konsistenz des Gels (thixotrop) für einen qualitativ besseren physikalischen Schutz des Wundbetts. Vielmehr beschleunigt es den natürlichen Wundheilungsprozess, in dem es die Makrophagen aktiviert, die Phagozytose erhöht und erwiesenermaßen die Angiogenese, Zellproliferation und Wundkontraktion steigert. Faktoren, die sich positiv auf die Wundheilung auswirken7.

Diese eindeutige positive Wirkung vom SBG wurde in einer placebo-kontrollierten, randomisierten, klinischen Doppelblindstudie8 – eine Seltenheit im Bereich der Medizinprodukte zur Wundbehandlung – mit kompletter Heilung von diabetischen Fußulzera nachgewiesen.

Die folgende Abbildung veranschaulicht das Ergebnis der Studie an 66 diabetischen Fußulzera. Eine statistisch signifikante Wirkung zeichnete sich bereits nach 8 Wochen ab Beginn der Behandlung mit SBG.

 

Statistisch signifikante Heilwirkung von SBG im Vergleich zu Placebo
Statistisch signifikante Heilwirkung von SBG im Vergleich zu Placebo

 

Das folgende Video verdeutlicht die Wirkungsweise von Woulgan

Fallbeispiele über die Wirkung von Woulgan

Fall 1:
Bei einer 77 jährigen Patientin mit Diabetes Typ2 und venöser Insuffizienz entwickelte sich eine Wagner 2-Wunde von unbekanntem Alter.

Diabetisches Fußulkus vor der Behandlung mit Woulgan
Diabetisches Fußulkus vor der Behandlung mit Woulgan

Die Wunde wurde jeden zweiten Tag mit Woulgan und Mullverband versorgt. Nach 4 Wochen war die Wunde fast verheilt.

Diabetisches Fußulkus nach 4 Wochen Behandlung mit Woulgan
Diabetisches Fußulkus nach 4 Wochen Behandlung mit Woulgan

Die Behandlung wurde bis zur kompletten Heilung in Woche 8 fortgesetzt.

Fall 2:
Bei einem Patienten mit systemischer Sklerose entwickelte sich im Dezember 2012 eine Wunde, die zunächst mit Antibiotika und Silberkompressen behandelt wurde, ohne signifikanten Heilungsfortschritt.

Wunde vor der Behandlung mit Woulgan
Wunde vor der Behandlung mit Woulgan

Die Behandlung mit Woulgan begann am 21. Mai 2014 und zwar einmal wöchentlich. Am 25. Juni 2014 war die Wunde verheilt.

Verheilte Wunde 4 Wochen nach Behandlung mit Woulgan
Verheilte Wunde 4 Wochen nach Behandlung mit Woulgan

Klinische Anwendung von Woulgan

Das bioaktive Beta-Glucan Gel Woulgan dient der Primärbehandlung von trockenen bis mäßig exsudierenden, akuten und chronischen Wunden mit stagnierendem Heilungsprozess.

Akute Wunden z.B.:

  • Schürfwunden
  • Platzwunden und Schnittwunden
  • Verbrennungen ersten und zweiten Grades
  • Offene Wunden nach Operationen
  • Wunden an Transplantations- bzw. Spenderstellen

Chronische Wunden z.B.:

  • diabetische Fußulzera
  • Dekubitalulzera
  • Beinulzera

Neben der Behandlung der Grunderkrankung wird Woulgan zweimal wöchentlich auf das vorbereitete Wundbett aufgetragen und abgedeckt.

Wundbett-Vorbereitung
– Wunde fachgerecht reinigen
– Bei Bedarf debridieren
– Wundränder ggf. schützen
– Wunde mit einer dünnen Schicht Woulgan (etwa 2-5mm) bedecken
– Geeigneten Sekundärverband (beispielsweise ROGGMED) anbringen und fixieren
– Je nach Indikation komprimieren bzw. entlasten

Wird innerhalb von 4 Wochen keine Besserung beobachtet, sollte die Behandlung mit Woulgan abgebrochen werden.

Woulgan ist nicht geeignet:

  • zur Beseitigung eines Biofilms.
  • zur Behandlung von infizierten Wunden.
    Infizierte Wunden sollten vor Verwendung von Woulgan entsprechend behandelt werden (beispielsweise mit ROGG Vulcosan AMC). Danach ist eine Kombination der antimikrobiellen Behandlung mit Woulgan denkbar.
  • zur Schmerzbehandlung.
    Dennoch ist es richtig, dass manche Patienten Woulgan als schmerzlindernd empfinden. Dies liegt höchstwahrscheinlich daran, dass die Nervenenden durch die Feuchtigkeit spendende Eigenschaft des Gels geschützt sind und nicht schmerzen. Aber auch SBG sorgt für eine leichte Entlastung.

Gegenanzeigen

  • Bei Allergien oder Überempfindlichkeiten gegenüber einem der Bestandteile von Woulgan wird von der Anwendung abgeraten.
  • Es liegen keine Daten zur Produktsicherheit bei Kindern unter 12 Jahren vor. Deshalb wird die Anwendung bei Kindern nicht empfohlen.

Vorsichtsmaßnahmen

  • Das bioaktive Beta-Glucan Gel Woulgan ist für den einmaligen Gebrauch, idealerweise unter Aufsicht von medizinischem Fachpersonal vorgesehen.
  • Woulgan darf nur äußerlich angewandt werden.
  • Das Produkt ist steril, bis es geöffnet wird. Wegen Infektionsgefahr darf ungebrauchtes Gel nicht wieder verwendet werden.
  • Sind Originalverschluss der Tube oder die Tube selbst beschädigt, darf das Produkt nicht zur Anwendung kommen.
  • Von der Verwendung von Woulgan ab dem auf der Tube und Verpackung aufgedruckten Verfallsdatum wird abgeraten.
  • Bewahren Sie das Produkt für Kinder unzugänglich auf.

 

 Die Vorteile von Woulgan auf einem Blick

Schnellere Wundheilung

Das bioaktive Beta-Glucan Gel mit seiner einzigartigen Formulierung bereitet das Wundbett optimal für eine ungestörte natürliche Wundheilung vor:

  • Erhaltung eines feuchten und leicht sauren Wundmilieus,
  • Rehydrierung des nekrotischen Gewebes,
  • Verhinderung der Wundaustrocknung,
  • Unterstützung des autolytischen Debridements.

Das SBG im Woulgan beschleunigt den natürlichen Wundheilungsprozess, in dem es das Immunsystem durch Aktivierung von Makrophagen und anderen Phagozyten mit spezifischen SBG-Rezeptoren stimuliert.

Sicher und gut Verträglich

Woulgan ist ein biokompatibles Gel. Die hohe Wasserkonzentration verleiht dem Patienten ein kühlendes und beruhigendes Gefühl.

Durch das leicht saure Wundmilieu und die verstärkte Aktivierung von Phagozyten in der Wunde wird das Risiko von Kontaminationen und mikrobiellen Infektionen reduziert. Denn der Körper selbst kann mit seinen eigenen Abwehrmechanismen dagegen angehen.

Einfache Anwendung

Die hohe Viskosität und die besondere thixotropische Eigenschaft des bioaktiven Beta-Glucan Gels Woulgan erlauben eine sehr einfache Abdeckung der Wunde. Dadurch wird die Barriere-Funktion und feuchte Umgebung innerhalb der Wunde gewährleistet, so dass das Risiko einer Exsudat-Leckage und Mazeration des die Wunde umgebenden Gewebes verringert wird.

 

 Kosteneffizient

Schwer heilende bzw. stagnierende Wunden beeinträchtigen bekanntlich die Lebensqualität der Patienten und verursachen zusätzliche Kosten aufgrund der längeren Behandlungszeit.

Neben der hohen Wirksamkeit von Woulgan und dadurch beschleunigte Wundheilung wurden im Rahmen der placebo-kontrollierten, randomisierten, klinischen Doppelblindstudie8 signifikante Kosteneinsparungen – verglichen mit den Kosten bei Standardbehandlungen – festgestellt (Abbildungen a und b).

Abbildung a: Verbesserte Lebensqualität durch schnellere Wundheilung
Abbildung a: Verbesserte Lebensqualität durch schnellere Wundheilung
Abbildung b: Einsparung der Behandlungskosten im Vergleich mit Standardbehandlung
Abbildung b: Einsparung der Behandlungskosten im Vergleich mit Standardbehandlung

Zu Woulgan liegt ein gesundheitsökonomisches Gutachten vor, welches Sie gerne beim Hersteller anfordern können.

 

 Medizinprodukt mit dem wichtigen Hinweis „Regel 13“

Bei bestimmten Produkten mit einem Wirkstoff wie das lösliche Beta-Glucan kann man sich fragen, ob sie ein Medikament oder ein Medizinprodukt sind. Die Borderline-Kommission der EU, die solche Grenzfälle genauer betrachtet, entschied im Falle von Woulgan für ein Medizinprodukt. Diese Entscheidung wurde aufgrund des Überwiegens des physisch-physiologischen Effektes getroffen. Es wurde jedoch der wichtige Hinweis „Regel 13“ hinzugefügt. Dieser Hinweis weist darauf, dass es sich bei Woulgan um ein bioaktives Produkt handelt.

Woulgan ist demnach ein CE-zertifiziertes Medizinprodukt der Klasse III mit dem wichtigen Hinweis „Regel 13“.

 

Woulgan gibt es auch im WUNDSHOP!

 

Verfasser: Jacqueline Krubke
Quelle: Informationen des Herstellers Biotec Betaglucans AS
Literatur:

  1. Sheehan P, Jones P, Giurini JM, et al., Plast. Reconstr. Surg. 2006; 117 (7 suppl): 239S- 244S.
  2. Howard M. Kimmel, Angela L. Robin. Wounds 2013; 25(9): 242-250.
  3. Babak M. Delavary, et al, Immunobiology 2011; 216: 753-762.
  4. Koh TJ, DiPietro LA. Inflammation and wound healing: the role of the macrophage. Expert Rev Mol Med. 2011;13:e23.
  5. Brancato SK, Albina JE. Wound macrophages as key regulators of repair origin, phenotype, and function. Am J Pathol. 2011;178(1):19–25.
  6. Raa, J. Immune modulation by non-digestible and non-absorbable beta-1,3/1,6-glucan. Microbial Ecology In Health And Disease, 26. 2015 doi:http://dx.doi.org/10.3402/mehd.v26.27824.
  7. Ingrid Skjaeveland, Rolf E. Engstad, SÂR 2013; volume 21 No.4.
  8. Zykova SN, Balandina KA, Vorokhobina NV, et al. Macrophage stimulating agent soluble yeast b-1,3/1,6-glucan as a topical treatment of diabetic foot and leg ulcers: A randomized, double blind, placebo-controlled phase II study. J Diabetes Investig. 2014;5(4):392–399.

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